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Hausnummern

Wo zum Teufel ist die Nummer 27?

Stellen Sie sich vor, Sie rufen den Rettungsdienst, weil Ihr bester Freund bei Ihnen einen Herzinfakt hat. Die Überlebenswarscheinlichkeit bei Kammerflimmern sinkt bei jeder Minute, in der ihm nicht professionell geholfen werden kann, um 5%!

Haben Sie schon mal versucht, unter Zeitdruck und Hektik ein bestimmtes Haus zu suchen? Tageszeiten wie die Nacht oder schlechtes Wetter erschweren die Suche zusätzlich. Baustellen, falsch geparkte Fahrzeuge können dazu auch noch die Sicht und die Anfahrt behindern. Dies alles tifft immer wieder zu, wenn Einsatzkräfte an ihrem Einsatzort eintreffen und versuchen sich zu orientieren.
Leider sind zu oft die Hausnummern sehr unterdimensioniert, zugewachsen oder fehlen gar komplett. Sehr selten weisen Personen die Einsatzkräfte den richtigen Weg. Dies alles führt zu einer Verzögerung bis zu einigen Minuten.



Jeder Hausbesitzer in Deutschland ist nach dem Bundesbaugesetz verpflichtet, sein Haus, bzw. Grundstück mit der von der Gemeinde festgelegten Nummer zu versehen.
Leider findet man jedoch Hausnummertafeln in einer freien Gestaltung, wie zum Beispiel in Neubausiedlungen, wo diese sehr „abstrakt“ sind. Diese schmücken zwar das Haus, jedoch aus Sicht von Feuerwehr, Rettungsdienst oder Polizei sind diese schwer zu erkennen, wenn es schnell gehen soll. Vergessen Sie nicht, vielleicht haben Sie selbst den Notruf abgesetzt und warten ungeduldig auf die Helfer!

Beispiele für schlechte Hausnummern

Meistens sind Hausnummern von Bäumen oder Sträuchern zugewachsen, mit der selben Farbe wie die Fassade gestrichen (weiße Nummer auf weißen Grund), schlecht angebracht (nicht zur Straße hin), zu klein oder durch Verwitterung nicht mehr erkennbar.



Sowohl die Erneuerung der Hausnummer, als auch der Einsatz eines Einweisers können den Rettungskräften ein schnelleres Finden erleichtern – auch wenn es nur um eine halbe Minute handeln sollte. Sie wollen doch auch, dass man Ihnen schnelle, professonelle Hilfe leisten kann?


Richtiger Einsatz von Einweisern

Meistens können ein oder mehrere einweisende Personen die Anfahrt von Feuerwehr, Rettungsdienst oder Polizei erheblich erleichtern. Während die Einsatzkräfte alarmiert werden und sich auf der Anfahrt befinden, können die Ersthelfer beispielsweise Türen und Schranken öffnen, Aufzüge im Eingangsbereich anhalten oder Hunde einsperren. Bei einer Untersuchung durch eine Fachzeitschrift stellte sich heraus, dass solch einfache Handlungen die Anfahrt zum Einsatzort oft erheblich verkürzen können.