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24-Stunden-Dienst 2013


24-Stunden Dienst der Jugendfeuerwehr

Zum vierten Mal führte die Jugendfeuerwehr Grone am Samstag den 19. Oktober einen 24-Stunden Dienst durch. In diesem Jahr mussten die Jugendlichen, welche sich von Samstag 10:00 Uhr bis Sonntag 10:00 Uhr im Feuerwehrhaus aufhielten, acht verschiedene Einsatzübungen abarbeiten. Zu den "Einsätzen" rückten die Nachwuchsfeuerwehrkräfte mit dem LF 10 und dem CBRN-Erkundungswagen aus. Kaum eine halbe Stunde im Dienst, kam auch schon der erste Anruf: Ein Kanister mit „Gefahrgut“ lag im Bach Grone im Bereich der Straße "Zollstock". Angekommen an der Einsatzstelle, musste die Lage vom Gruppenführer, ein Mitglied der Jugendfeuerwehr, erkundet werden. So wurde der Angriffstrupp mit Wathosen über die Steckleiter in den Bach geschickt, um den Kanister zu bergen. Wassertrupp und Schlauchtrupp kümmerten sich darum,die Steckleiter in den Bach zu stellen. Die verbleibenden JF-Mitglieder stellten eine Wasserprobe sicher.

Kaum war die Einsatzbereitschaft wieder hergestellt, kam auch schon der zweite Anruf: Rauchentwicklung in der Straße "Auf dem Greite". Bei Ankunft stellte der Gruppenführer fest, dass sich noch eine Person im Keller befand und dieser verqualmt war. Der Angriffstrupp wurde daraufhin mit Atemschutzgeräten - eigene Übungsgeräte der Jugendfeuerwehr - in den Keller zur Personenrettung geschickt. Nach der schnellen Rettung wurde das simulierte Feuer mit Hilfe eines C-Rohres gelöscht. Nach der verdienten Mittagspause kam der dritte Alarm: Auf dem Gelände der Deutschen Post AG auf der Siekhöhe sollte ein Container brennen. Hier wurde das richtige Feuer, welches mit einer Feuerlöschertrainingsanlage simuliert wurde, gelöscht. Gegen 16:20 Uhr wurden die JF-Mitglieder zu einer Personensuche alarmiert. Ein älterer Herr wurde von seinem Enkel auf dem Bahndamm östlich des Siekweges vermisst. Hier wurden die Jugendlichen in vier Trupps durch den Gruppenführer aufgeteilt und durchsuchten das Gelände. Nach ca. 15 Minuten war der ältere Herr gefunden und zum Fahrzeug gebracht. Aus dem Gebäude des Heizkraftwerkes der E-ON Mitte AG in der Rudolf-Diesel-Straße kam gegen 18:20 Uhr ein Alarm der Brandmeldeanlage. Nach Ankunft der Groner Jugendfeuerwehr ging der Gruppenführer zur Brandmeldeanlage und erkundete die Lage. Dort traf er auch einen Mitarbeiter, der ihm mitteilte, das im dem Bereich noch ein Mitarbeiter am arbeiten sei. Nachdem er die passende Feuerwehrlaufkarte heraus gesucht hatte, wies er seinen Angriffstrupp ein. Dieser ging unter „Atemschutz“ vor und erkundete im obersten Stockwerk die Lage. Der vermisste Mitarbeiter wurde gerettet und ein kleines Feuer durch den Wassertrupp gelöscht. Bei der Rückfahrt zum Feuerwehrhaus wurde dann die Fahrzeuge der Groner Feuerwehr zu einem Folgeeinsatz zum Weender Feuerwehrhaus alarmiert. Im Erdgeschoss brannte ein Zimmer und auch hier war wieder eine Person vermisst. Der Raum wurde mit Hilfe einer Nebelmaschine verqualmt. Auch hier wurde ein Trupp zur Menschenrettung und Brandbekämpfung ins Gebäude geschickt, ein weiterer baute die Wasserversorgung auf und einer brachte den Druckbelüfter in Stellung. Der Maschinist bekam zusätzlich noch die Aufgabe, die Einsatzstelle mit dem Lichtmast auszuleuchten. Für den spontanen Einsatz geht ein großer Dank an die Weender Feuerwehrkameraden!

Nach einer kurzen Getränkepause ging es wieder zurück ins Groner Feuerwehrhaus, wo das Abendessen zubereitet wurde. Der siebte Alarm kam gegen 21:30 Uhr: Auf dem Schulhof der Heinrich-Heine-Schule brannte ein Mülleimer. Auch hier wurde das reale Feuer mit Hilfe einer Feuerlöschertrainingsanlage simuliert. Das Feuer wurde schnell mit Hilfe des Schnellangriffsschlauchs gelöscht. Nun kehrte Ruhe ein. Die Kameraden schauten eine DVD über den Beamer. Nach der Nachtruhe kam am Sonntagmorgen der letzte und achte Alarm: Ein PKW sei gegen einen Baum gefahren. Die Einsatzstelle war in der Nähe des Groner Osterfeuerplatzes. Hier wurden die Trupps zur Menschenrettung und zur Verkehrsabsicherung eingesetzt. Nach erfolgreicher Menschenrettung ging es wieder zurück ins Feuerwehrhaus, wo die Einsatzbereitschaft hergestellt wurde. Nach dem gemeinsamen Frühstück wurde der diesjährige 24-Stunden Dienst erfolgreich beendet. Ein großer Dank geht hier an alle Personen die geholfen haben, diesen Dienst vorzubereiten und durchzuführen.
Zwischen den Einsätzen bauten einige Jugendliche an unserem Projekt "Rauchdemohaus" weiter. Trotz der vielen Unterbrechnungen kam man wieder ein großes Stück weiter.