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Gö-Grone

Die Geschichte von Grone

Der Name Grone
In der alten Form heißt der Name Grone "Gronaha" (Grone = Grün, aha = Ache = Wasser).
Es handelt sich um eine Übertragung auf den Ort und hat seinen Ursprung in dem grünen Pflanzenwuchs des Baches. Auf Plattdeutsch wurden die Groner auch die "Chreunschen" genannt, also die Grünen. Die Fußballmannschaften des F.C. Grone tragen noch heute die grün-weiße Kleidung.




Erdgeschichte
Das Leinetal ist ein Produkt des Tertiärs (vor ca. 70 Mill. Jahren). Zwischen Northeim und Eichenberg entstand der Leinetalgraben durch Senkungen, wahrscheinlich aber mehr durch eine Erhebung der Ränder.



Der Aufbau des Groner Bodens
Verantwortlich für den Aufbau des Bodens in Grone war das Wasser. Es sind drei Bachläufe beteiligt:
Die Grone , der Rehbach und der Flötegraben. In der Zeit des Tertiärs bildete sich ein neues Tal. An den Rändern des neuen Tales entstand ein tiefer Spalt, aus dem das auf den Bergen einsickernde Wasser hochsteigt. In Wasser führenden Kalksteinschichten mit einer undurchdringlichen Toneinlage sammelt sich das Sickerwasser in starken Adern, nimmt seinen abfallen Weg nach dem Spalt an, stößt dort gegen die liegen gebliebenen Tonschichten und steigt nach oben.

Der Quellteich der Grone
Ungefähr 1 km vom Ortsteil Grone entfernt, in einer flachen Bucht im Wald ist die Gronequelle. Dieser Spring, wie einige andere auf beiden Seiten des Leinetals, sprudelt aus einer großen Bruchspalte. Das Wasser kommt von den Hochflächen aus den Orten Ossenfeld, Knutbühren und Hetjershausen. Aus den Quelladern perlen Wasserbläschen empor. Es sind Pumprohre bis zu 70 m in die Erde eingelassen, die auf starken Wasseradern stehen.
Eine Sage erzählt von drei versenkten Glocken aus Grone und Hetjershausen im 30jährigen Krieg, die von Hunden mit feurigen Augen bewacht werden. Hierauf ist die Bezeichnung Glockensumpf zurückzuführen.

"Die Grone" - Das Wasser, Tier- und Pflanzenleben
Aus dem Quellteich steigen pro Sekunde etwa 250 bis 300 Liter klares Wasser empor. Das Quellwasser hat im Sommer wie im Winter eine Temperatur von +8 °C . Die Grone wird streckenweise von einer dichten Pflanzenmasse, dem Wasserstern (Callitriche) bedeckt. Sehr vielseitig ist das Tierleben im Gronewasser nicht. Man findet Stichlinge (max. 10 cm) und Forellen.


Die Grone in Nähe der Quelle

Ab und an trifft man den Schleimbeißer aus der Familie der Schmerlen an. Wie in jedem anderen Gewässer gibt es viele verschiedene Wasserinsekten und die vielseitige Kleintierwelt.
Bevor 1906 eine Wasserleitung in Grone verlegt wurde, hatten die Anwohner ihr Trinkwasser aus der Grone bezogen.

Rehbach und Flötegraben
Der Rehbach entspringt bei Groß Ellershausen. Er besitzt ein großes Auffanggebiet, das sich weit in den Groner Wald hinaufzieht. Es werden bei Regen und Schneeschmelze erhebliche Mengen Wasser zu Tal befördert. Das Groner Mitteldorf hatte bis in die 60er Jahre öfter unter Hochwasser zu leiden.
Der Flötegraben hat ein großes Hinterland, welches sich durch das Börtal nach Knutbühren und Ossenfeld erstreckt.


Zechsteinsalz
Der Ort Grone liegt in einer Senke. Sie ist vermutlich durch Auslaugung des Zechsteinsalzes, das in 400 bis 500 m Tiefe ansteht, entstanden. Die Zechsteinzeit ist eine Formation die ca. 200 bis 250 Millionen Jahre zurückliegt.


Salzgewinnung in der Groner Saline (Foto: Andreas Trepte,CCA ShareAlike 2.5 Lizenz)

Das stark salzhaltige Meer setzte dicke Steinsalzlager ab. Durch die Auflösung der Steinsalzlager bildet sich Sole, die in der Groner Saline aus 450 m Tiefe heraufgepumpt wird. Der Salzgehalt beträgt 27%, d.h. die Sole ist gesättigt.