Dekon-Platz


Der Dekontaminationsplatz dient der Überprüfung und Säuberung von Personen oder Geräten, die bei einem Unfall kontaminiert wurden. Dazu zählt die Kontamination durch chemische und biologische Stoffe oder radioaktive Partikel.



Die Art der Reinung ist immer abhängig von der Art des Unfalls. Beispielsweise muss nach einem Gefahrstoffeinsatz mit radioaktivem Material zuerst die Strahlendosis gemessen werden, was bei dem Umgang mit chemischen Stoffen nicht von Nöten ist. Bei chemischen Stoffen aber muss beachtet werden, ob das Material mit Wasser reagiert und ein Abduschen eventuell gar nicht möglich ist.



Der Aufbau des Dekon-Platzes ist ein personalintensiver Vorgang. Schon vorher müssen zahlreiche Faktoren wie genügend Platz, vorhandene Wasserversorgung, ausreichender Abstand und Aufbau von der windabgewandten Seite des Gefahrenbereiches beachtet werden.



Um eine Verschleppung von Gefahrstoffen zu vermeiden, wird eine Abgrenzung in 3 Bereiche vorgenommen.
Im roten Bereich wird die Person möglichst solange gereinigt, bis keine Kontamination mehr feststellbar ist.
Wenn der gelbe Bereich betreten wird, sollte keine Kontamination mehr vorhanden sein. Dort wird die Person aus der Schutzkleidung "geschält", ohne Dritte durch eine Kontamination zu gefährden.
Nach dem Ablegen der Kleidung im Duschzelt, kann sich die Person dort mit warmen Wasser duschen und tritt anschließend in den grünen Bereich, das Aufenthaltszelt ein.
Das Aufenthaltszelt kann optional beheizt werden und dient auch der Regeneration der Einsatzkräfte.