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PUMA 2014


CBRN-Erkundungswagen Übung „PUMA 2014"

Zum zweiten Mal fand für die vom Bund zur Verfügung gestellten CBRN-Erkundungswagen in Südniedersachsen eine große Probenahme- und Messübung statt.
Am 27. September fanden sich zehn dieser Fahrzeuge aus dem Bereich der Polizeidirektion Göttingen mit ihrer Besatzung in Nienburg ein. In Niedersachen sind insgesamt 21 dieser Fahrzeuge für den Zivil- und Katastrophenschutz stationiert. Sie sind mit speziellen Messgeräten ausgestattet, um atomare, biologische und chemische Gefahrstoffe zu messen und zu lokalisieren. Neben Kameraden aus den Landkreisen Hameln-Pyrmont, Holzminden, Hildesheim, Nienburg, Schaumburg, der Stadt Göttingen und Hannover, erschienen auch CBRN-Erkundungswagen aus den nordrheinwestfälischen Kreisen Minden-Lübbecke, Herford und Gütersloh. Anders als bei der ersten Übung dieser Art 2013 in Göttingen wurden diesmal auch zwei spezielle Dekontaminationsfahrzeuge aus dem Landkreis Northeim und der Region Hannover eingesetzt.

Ziel dieser Übung war – wie bereits 2013 – die praktische Handhabung der Ausrüstung der CBRN-Erkundungswagen, das Vorgehen bei Messungen und Probenahmen radioaktiver, biologischer und chemischer Gefahrstoffe sowie die Zusammenarbeit unterschiedlicher Einheiten des Katastrophen- und Zivilschutzes.
So war auch zum ersten Mal die sogenannte Antalytische Task Force (ATF) aus Dortmund, eine Spezialeinheit zur Erkennung und Bekämpfung biologischer, chemischer und radiologischer Gefahren, in Nienburg u.a. mit einem mobilen Labor vor Ort, um die Besatzungen zu unterstützen und die Zusammenarbeit im Ernstfall zu proben.

Jede Fahrzeugbesatzung musste bei dieser Übung vier Stationen im gesamten Stadtgebiet Nienburg durchlaufen bei denen mögliche Szenarien möglichst realistisch dargestellt wurden. Die „Aufträge“ wurden den einzelnen CBRN-Erkundungswagenn dabei durch die Übungsleitung, die aus Mitgliedern der Technischen Einsatzleitung (TEL) Nienburg bestand, per Funk mitgeteilt.
Neben einer Probenahme nach einem Unfall eines Behälters mit unbekannten chemischen Gefahrstoffen, musste in einem unscheinbaren Kleintransporter radioaktives Material gefunden sowie bei einer Messfahrt ein radioaktiver Strahler lokalisiert werden. Besonders realitätsnah wurde für die Fahrzeugbesatzungen ein Szenario in einem Chemielabor dargestellt, wo ein unbekannter flüssiger Gefahrstoff gemessen werden musste. Hier übten die Teilnehmer auch das Durchlaufen eines Dekontaminationsplatzes unter Chemikalienschutzanzügen, wie er auch im Ernstfall bei einem derartigen Einsatz errichtet werden würde.

Bei jeder Übung wurde durch die Besatzung ein Mess- und Probenameprotokoll ausgefüllt. Im Anschluss an jedes Szenario erhielten die Kameraden Kritik und Verbesserungsvorschläge von den einzelnen Übungsbeobachtern.

Um 18 Uhr stand für die CBRN-Erkundungswagen, wie auch für die Groner Fahrzeugbesatzung schließlich die Heimreise an. Neben einer interessanten Übung bot diese Veranstaltung wie auch 2013 eine gute Ausbildungs- und Austauschmöglichkeit für die zehn Fahrzeugbesatzungen.