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28-03-2012


Der Niedersächsische Landtag hat in seiner Sitzung am 20.03.2012 die Neufassung der Niedersächsischen Bauordnung verabschiedet. Damit trifft ab sofort die Änderung in Paragraph 44 in Kraft, der bei Neubauten bis zum 31. Oktober 2012 in Schlafräumen, Kinderzimmern sowie Fluren welche als Rettungswege gelten, mindestens je einen Rauchmelder vorschreibt. Der Gesetzestext lehnt damit an die DIN 14676 an. Bestehende Bauten müssen bis Ende 2015 nachgerüstet werden. Anträge der Grünen sowie der Linken, die Pflicht zum Nachrüsten bei Bestandsbauten auf das Jahr 2013 vorzudatieren, wurden abgelehnt. Damit ist Niedersachsen das zehnte Bundesland, welche die aus brandschutztechnischer Sicht längst überfällige Rauchmelderpflicht einführt. Bei Mietwohnungen werden die Mieter in die Pflicht der Betriebsbereitschaft der Rauchmelder genommen, wenn der Vermieter dies nicht freiwillig übernimmt. Der Vermieter bzw. Eigentümer der Wohnung muss aber die Installation übernehmen.

Sollten Sie noch keine Rauchmelder installiert haben, nutzen Sie die Chance sich rechtzeitig über die verschiedenen Modelle und Systeme zu informieren. Die Ortsfeuerwehr Grone informiert auf einer eigenen Seite über Rauchmelder. Ein mit Bedacht gekaufter qualitativ hochwertiger Rauchmelder und eine überlegte Installation kann im Laufe der Jahre viel Ärger ersparen.

Eine Nichtbeachtung der NBauO ist eine baurechtliche Ordnungswidrigkeit und kann im schlimmsten Fall vom Bauamt unter Zwang durchgeführt werden. Auch wenn dies in der Praxis vermutlich eher nicht auftreten wird, sollte aus Rücksicht auf die eigene Gesundheit sowie die der Familie, den Gästen im eigenen Haus und den Nachbarn auf jeden Fall die nötige Anzahl an Rauchmeldern betriebsbereit installiert sein.


Neufassung der Niedersächsischen Bauordnung (NBauO), verabschiedet am 20.03.2012:


Auszug aus §44 "Wohnungen" (5):

"[1] In Wohnungen müssen Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben.

[2] Die Rauchwarnmelder müssen so eingebaut oder angebracht und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird.

[3]
In Wohnungen, die bis zum 31. Oktober 2012 errichtet oder genehmigt sind, hat die Eigentümerin oder der Eigentümer die Räume und Flure bis zum 31. Dezember 2015 entsprechend den Anforderungen nach den Sätzen 1 und 2 auszustatten.

[4]
Für die Sicherstellung der Betriebsbereitschaft der Rauchwarnmelder in den in Satz 1 genannten Räumen und Fluren sind die Mieterinnen und Mieter, Pächterinnen und Pächter, sonstige Nutzungsberechtigte oder andere Personen, die die tatsächliche Gewalt über die Wohnung ausüben, verantwortlich, es sei denn, die Eigentümerin oder der Eigentümer übernimmt diese Verpflichtung selbst. 5§ 56 Satz 2 gilt entsprechend."

Quellen: